Trend: Veganes Katzenfutter

Katzennahrung in der Natur

Die Katze ernährt sich in freier Natur nicht nur Fleisch. Früchte, Insekten, gewisse Anteile Getreide und bestimmte Gräser erweitern ihren Speiseplan. Ist es ihr möglich Fische zu fangen, gehören sie selbstverständlich mit zum Speiseplan. Diese Informationen kommen viel zu selten zur Sprache. Werden Katzen beobachtet, ist es nicht ungewöhnlich sie beim Naschen von Brombeeren oder Himbeeren zu ertappen. Satt machen sie sich damit zwar nicht, halten aber so ihren Vitaminhaushalt stabil oder stocken ihre Reserven auf. Auch Teile gewisser Kräuter, wie Katzenminze fressen Katzen gern. Kranke Katzen nehmen ebenfalls Kräuter unterschiedlicher Art zu sich. Die Natur wird hierbei zur Apotheke der Tiere. Insekten und Fliegen oder gelegentlich ein Wurm runden den Gesamt-Speiseplan ab.

Allein dieser ausgewogene und weitreichende Speiseplan einer Hauskatze mit Freigang zeigt, dass sie kein reiner Fleischfresser ist. Dieser Erkenntnis ist Rechnung zu tragen. Gerade bei der hoch gepriesenen natürlichen Ernährung einer reinen Hauskatze ist es wichtig diesen Aspekt mit zu beachten.

Veganes Futter für Katzen

Katzen ausschließlich vegan ernähren zu wollen ist wie Rinder mit Fleisch und tierischen Erzeugnissen füttern. Die daraus resultierten Erkrankungen sind hier nicht das Thema, erklären aber was falsche Entscheidungen bei der Futterwahl einbringen. Eine Katze vollkommen vegan zu ernähren führt zwangsläufig zu einer kranken Katze. Nicht sofort, aber auf Dauer sicher. Der Katze nicht fleischliche Anteile dazu füttern ist in Ordnung.
Genmanipuliertes Soja (es gibt fast kein anderes mehr), Getreide, pflanzliche und künstlich hergestellte Stoffe, Salze und noch vieles mehr erhält eine Katze nicht auf Dauer gesund. Nehmen wir einen kranken Menschen, dessen Ernährung über Sonden und Infusionen führt. Der menschliche, rein künstlich ernährte Körper erhält alles was er benötigt, aber gesund erhalten im Sinne von gesund leben schafft diese Ernährung nur bedingt. Bei einer Katze tauchen über kurz oder lang dieselben Erkrankungen auf wie bei dem Beispiel mit dem Menschen. Einen natürlichen Körper in seiner Komplexität und seinen Bedürfnissen zu unterschätzen ist unverantwortlich. Die Rechnung trägt im Falle der Katze und der genannten Rinder immer das Tier. Befürworter veganen Futters werden nun sagen, dass die anderen Futtersorten auch nicht in Ordnung sind. Das ist weitgehend richtig, aber sie sind durch ihren Fleischanteil trotz allem artgerechter als die vegane Ernährung. Katzen, die sich ihrer Art entsprechend ernähren sind freilebende Katzen und auch nur dann, wenn der Mensch seine Abfälle ordentlich entsorgt. Eine im Haus gehaltene Katze kann mit Alternativen ernährt werden. Das kalkulierte Risiko der Erkrankungen im Alter sind gering zu halten, so weit das Futter alles enthält was die Katze benötigt und Fleisch ist nur ein Teil davon.

Futter der besonderen Art

Ausgewogenes, auf den Körper abgestimmtes Futter ist, für die nur im Haus gehaltene Katze, die richtige Wahl. Selbst kochen ist anhand vieler Rezepte möglich und gerade bei kranken Katzen sinnvoll.

Einfaches Rezept für eine ausschließlich im Haus gehaltenen, ausgewachsene Katze:

200 g rohes Rinderhack
50 g gekochter Reis
10 – 20 g gekochte Möhrchen

Dieses kleine Rezept lässt sich beliebig variieren. Rindfleisch von einem Bullen enthält hochwertiges Taurin, was für eine Katze wichtig ist. Ersetzen lässt sich Rindfleisch gut durch sogenannte Pinkys, kleine tote, eingefrorene Mäuse. Erhältlich sind diese Mäuschen über verschiedene Fachhandlungen, meist aus dem Reptilienbedarf. Nur als kleine Ergänzung oder Änderungsvorschlag zum Rezept.

Bei frischer, selbst gekochter Nahrung empfiehlt sich eine ausgewachsene Katze zweimal am Tag zu füttern. Sie kann das Futter leichter verdauen und der Magen wird nicht überfüllt.
Katzen mit Freigang benötigen weniger zusätzliches Futter. Sie ernähren sich aus der Natur und das Futter von ihren Menschen ist ein weiterer Anreiz für sie nach Hause zu kommen.